Es gibt Gerichte, die allein durch ihre Farbe schon ein Versprechen abgeben, und dieses Carpaccio gehört für mich dazu: das tiefe Magenta der Rote Bete, das cremige Weiß des Ziegenkäses, das satte Grün der Pistazien – ein Teller, der aussieht, als hätte man ihn extra für den letzten Abend des Jahres gestaltet. Geschmacklich ist er ebenso ausbalanciert wie optisch: erdig, cremig, nussig, mit einem säuerlichen Kick, der den Gaumen für den Hauptgang öffnet.
Zutaten (für 4 Personen)
– 3 mittelgroße Rote Bete, gekocht oder vakuumgegart
– 100 g Ziegenkäse (Frischkäse-Konsistenz)
– 40 g Pistazien, grob gehackt
– 2 EL Olivenöl
– 1 EL weißer Balsamico- oder Apfelessig
– 1 TL Honig
– Frische Kräuter (z. B. Dill oder Kerbel)
– Salz, Pfeffer
Zubereitung
1. Die gekochte Rote Bete in sehr dünne Scheiben schneiden oder mit einer Mandoline hobeln.
1. Die Scheiben fächerartig auf einem großen Teller anrichten.
1. Olivenöl, Essig, Honig, Salz und Pfeffer zu einem Dressing verrühren und über die Rote Bete träufeln.
1. Kleine Nocken vom Ziegenkäse mit zwei Löffeln abstechen und über den Teller verteilen.
1. Mit gehackten Pistazien und frischen Kräutern bestreuen.
1. Kurz vor dem Servieren mit etwas grobem Meersalz abschließen.
Dieses Carpaccio serviere ich gern direkt zum Sektempfang – es braucht keine Wärme, keine letzte Minute am Herd, nur ein bisschen Sorgfalt beim Anrichten. Genau das mag ich an einem Silvesterabend: Momente, in denen ich als Gastgeberin präsent sein kann, statt in der Küche zu verschwinden.
