Cavolo Nero – auch Schwarzkohl oder Toskana-Grünkohl genannt – gehört zu den Gemüsesorten, die mich immer an einfache, ehrliche italienische Küche erinnern: wenige Zutaten, viel Geduld, ein Löffel Olivenöl, der alles zusammenhält. Diese Beilage ist bewusst schlicht gehalten, damit sie den reichhaltigeren Hauptgang nicht überlagert, sondern ihm mit einer angenehmen Schärfe und Bitterkeit Kontur gibt. Sie ist in wenigen Minuten fertig und macht trotzdem jeden Teller ein bisschen festlicher.
Zutaten (für 4 Personen)
– 400 g Cavolo Nero, Stiele entfernt, in Streifen geschnitten
– 3 EL Olivenöl
– 3 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten
– 1 rote Chilischote, fein gehackt (oder 1 TL Chiliflocken)
– Saft von ½ Zitrone
– Salz
– Optional: geröstete Pinienkerne zum Bestreuen
Zubereitung
1. Cavolo Nero in kochendem Salzwasser etwa 3–4 Minuten blanchieren, dann in Eiswasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
1. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Knoblauch und Chili darin bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis der Knoblauch zu duften beginnt, aber nicht bräunt.
1. Den abgetropften Cavolo Nero zugeben und 2–3 Minuten mitbraten, bis er heiß und leicht glänzend ist.
1. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken.
1. Optional mit gerösteten Pinienkernen bestreut servieren.
Diese Beilage ist für mich ein kleines Statement: Man muss ein Gericht nicht überladen, um ihm Charakter zu geben. Manchmal reicht scharfer Knoblauch, gute Zitrone und ein bisschen Mut zur Einfachheit.
