Glasierter Rosenkohl mit Walnüssen und Ahornsirup

Rosenkohl war lange der Gemüseheld, den ich in meiner Kindheit am liebsten verweigert hätte – und heute steht er als eine meiner liebsten Beilagen auf dem Weihnachtstisch. Der Unterschied liegt, glaube ich, in der Röstung: Wenn man Rosenkohl im Ofen bei hoher Hitze karamellisieren lässt, verschwindet jede Bitterkeit, und es bleibt nur diese nussige Tiefe übrig. Mit einem Schuss Ahornsirup und gerösteten Walnüssen wird daraus etwas, das sogar Rosenkohl-Skeptiker überzeugt. Es ist die kleine Beilage im Menü, die trotzdem oft als Erstes leer ist.

## Zutaten (für 4 Personen)

– 600 g Rosenkohl, geputzt und halbiert

– 3 EL Olivenöl

– 2 EL Ahornsirup

– 80 g Walnusskerne, grob gehackt

– 1 EL Balsamico-Essig

– Salz, Pfeffer

– Optional: etwas abgeriebene Orangenschale

## Zubereitung

1. Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

1. Rosenkohl mit Olivenöl, Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermengen und mit der Schnittfläche nach unten auf einem Backblech verteilen.

1. Etwa 20–25 Minuten rösten, bis die Ränder tief goldbraun und leicht angebräunt sind.

1. In den letzten 5 Minuten die Walnüsse mit auf das Blech geben, damit sie mitrösten.

1. Ahornsirup und Balsamico verrühren und über den fertig gerösteten Rosenkohl träufeln, gut durchschwenken.

1. Nach Belieben mit etwas Orangenschale bestreuen und sofort servieren.

Für mich ist dieses Gericht ein kleines Plädoyer dafür, unterschätzten Zutaten eine zweite Chance zu geben – im Kochen genauso wie im Leben. Manchmal braucht es nur die richtige Hitze und ein bisschen Geduld, damit sich das wahre Aroma zeigt.

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