Rotweinrisotto mit gebratenem Radicchio und Gorgonzola

Risotto ist für mich das Kochen in seiner konzentriertesten Form: kein Multitasking, kein Nebenbei, nur ich, ein Löffel, ein Topf und dieses beständige, meditative Rühren. Zu Weihnachten mache ich daraus bewusst ein kleines Ritual – während draußen die Dunkelheit früh einfällt, färbt sich der Reis langsam tiefrot, fast burgunderfarben, und der Duft von Rotwein und Butter zieht durch die ganze Wohnung. Die Bitterkeit des angebratenen Radicchio und die Cremigkeit des Gorgonzola sind der perfekte Gegenpol zur Süße des Weins – ein Hauptgang, der festlich wirkt, ohne aufwendig zu sein.

## Zutaten (für 4 Personen)

– 320 g Risottoreis (Carnaroli oder Arborio)

– 1 Schalotte, fein gewürfelt

– 1 Knoblauchzehe, fein gehackt

– 400 ml kräftiger Rotwein

– ca. 700 ml Gemüsebrühe, warm gehalten

– 40 g Butter

– 2 EL Olivenöl

– 1 Kopf Radicchio, in Streifen geschnitten

– 100 g Gorgonzola, gewürfelt

– 40 g Parmesan, gerieben

– Salz, Pfeffer

## Zubereitung

1. Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen, Schalotte und Knoblauch darin glasig dünsten.

1. Den Reis zugeben und 1–2 Minuten glasig anschwitzen, bis er leicht durchscheinend wird.

1. Mit dem Rotwein ablöschen und unter Rühren einkochen lassen, bis der Wein fast vollständig aufgenommen ist.

1. Nach und nach die warme Gemüsebrühe kellenweise zugeben, dabei ständig rühren und jeweils warten, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist, bevor die nächste Kelle folgt (ca. 18–20 Minuten Gesamtzeit).

1. In der Zwischenzeit die Radicchio-Streifen in einer Pfanne mit etwas Olivenöl scharf anbraten, bis die Ränder leicht karamellisieren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

1. Wenn der Reis cremig, aber noch bissfest ist, den Topf vom Herd nehmen. Butter und Parmesan einrühren, kräftig abschmecken.

1. Den gebratenen Radicchio unterheben oder zum Anrichten auf das Risotto legen. Gorgonzola-Würfel darüber verteilen, sodass sie leicht anschmelzen.

Dieses Risotto serviere ich immer direkt aus dem Topf auf die Teller – noch dampfend, noch ein bisschen unperfekt in der Form. Genau das gefällt mir daran: Es muss nicht makellos aussehen, um besonders zu sein.

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