Selleriecremesuppe mit Kastanien und Trüffelöl

Es gibt diesen einen Moment im Dezember, kurz bevor die Gäste kommen, in dem die Küche warm ist, die Fenster leicht beschlagen sind und ein Topf leise auf dem Herd köchelt – für mich ist das der eigentliche Beginn von Weihnachten. Diese Suppe steht seit Jahren am Anfang meines Festtagsmenüs, weil sie genau dieses Gefühl einfängt: samtig, erdig, ein bisschen luxuriös durch den Trüffelduft, und trotzdem so unkompliziert in der Zubereitung, dass ich sie fast mit geschlossenen Augen kochen könnte. Sellerie wird oft unterschätzt, dabei entfaltet er, langsam geschmort und püriert, eine Cremigkeit, die keine Sahne der Welt übertreffen kann. Die gerösteten Kastanien bringen diese leichte Süße, die an Winterspaziergänge und Feuerschein erinnert.

## Zutaten (für 4 Personen)

– 1 großer Knollensellerie (ca. 800 g), geschält und gewürfelt

– 1 mittelgroße Kartoffel, geschält und gewürfelt

– 1 Zwiebel, fein gehackt

– 2 Knoblauchzehen, gehackt

– 30 g Butter

– 800 ml Gemüsebrühe

– 150 ml Sahne (oder Hafersahne für eine vegane Variante)

– 150 g vorgegarte, geschälte Maronen

– 2 EL Trüffelöl

– Salz, weißer Pfeffer, etwas frisch geriebene Muskatnuss

– Ein paar Schnittlauchhalme zum Garnieren

## Zubereitung

1. Die Butter in einem großen Topf schmelzen. Zwiebel und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten, ohne Farbe nehmen zu lassen.

1. Sellerie und Kartoffel hinzufügen, kurz mitdünsten, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen.

1. Etwa 25–30 Minuten köcheln lassen, bis der Sellerie ganz weich ist.

1. Die Hälfte der Maronen grob hacken und beiseitestellen, die andere Hälfte mit in den Topf geben.

1. Die Suppe fein pürieren, die Sahne unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

1. Die gehackten Maronen in einer trockenen Pfanne kurz anrösten, bis sie leicht duften.

1. Suppe in vorgewärmte Teller füllen, mit den gerösteten Maronen, einem Faden Trüffelöl und Schnittlauch garnieren.

Wenn ich diese Suppe serviere, sehe ich oft, wie sich die Gesichter am Tisch entspannen – als würde der erste Löffel schon ein Versprechen für den restlichen Abend geben. Genau dafür koche ich zu Weihnachten: für diese kleinen, stillen Momente des Ankommens.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung
Nach oben scrollen